“GIGI” Domenig (in Memoriam)

Artikel von DI Johann Repolust, verfasst am 17.07.2012

Bei strahlendem Wetter trafen sich einige Architektur-Interessierte im HDA. Sie wurden von Hr. HR DI W.D. Dreibholz durch Graz geführt, um einige Bauwerke aus der Feder von Hr. Architekt DI Günther Domenig zu besichtigen. Dreibholz ist ein langjähriger Freund von Domenig und hat uns die Arbeitsweise des Visonärs erläutert. Er hat es sich nicht leicht gemacht, der Kärntner in Graz. Gradlinig und unbeirrbar auf dem Weg, seine Architektur umzusetzen, fast sturr. Das Steinhaus am Ossiachersee ist der zu Stein gewordene Traum einer architektonischen Vision. Er war Vorreiter und hat viel geplant, bevor die Architekturbegriffe dafür entstanden. (Brutalismus, Strukturalismus, Dekonstruktivismus)

Der Architekt und Künstler hat gemeinsam mit dem Kollegen Architekt Eilfried Huth die Pädagogische Akademie in Eggenberg (Graz) geplant und gebaut (1964). Acht Jahre später wurde der Mehrzwecksaal der Schulschwestern errichtet. Dabei ist Spritzbeton als tragende Konstruktion für die freien Formen verwendet worden.

Als Gewinner eines Wettbewerbes hat er mit Architekt DI Hermann Eisenköck das RESOWI für die BIG geplant und in kurzer Bauzeit (1994-1996) verwirklicht. Hier besticht die klare Formensprache und die logische Ausbildung der Infrastruktur (Ver-/Entsorgung und Verkehrswege) in einem ca. 300m langen Gebäude, wo sich 14.000 Studierende aufhalten.

Die Wohnanlage Neufeldweg hat er mit Architekt Manfred Partl realisiert. Es sind 32 Eigentumswohnungen geplant worden, wo die Mitbestimmung der späteren Eigentümer, ein hohes Maß erreicht hat. Deutlich wird die Rückbesinnung auf die Großstrukturen erkannt, wie sie bereits beim internationalen Wettbewerb “Stadt Ragnitz”, vorhanden waren und eine Prämierung in Cannes 1969 sicherten.

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