BMW Museum in München

Artikel von DI Johann Repolust, verfasst am 9.12.2012

Ein innovativer Büroturm wurde neben den olympischen Wettkampfstätten in München errichtet und 1972 eröffnet. Hr. Prof. Karl Schwanzer aus Wien war der Architekt, der die Büros an einer tragenden Stahlbetonkonstruktion, die die Stiegenhäuser, Lifte und Schächte beherbergt, aufgehängt hat.  Vorgefertigte Alukassetten bilden die Aussenhaut, der vier kreisförmigen Büroflächen.

Ganz anders aber wurde das Museum gestaltet. Sphärisch gekrümmte Stahlbetonflächen bilden eine Schale, die auf wenigen Stützen ruht und im Erdgeschoss verglast ist. Eine Rolltreppe führt in den fensterlosen Raum. Auf unterschiedlichen Plattformen wurden diverse Fahrzeuge präsentiert.

Hr. Prof. Uwe R. Brückner leitet das Atelier Brückner in Stuttgart und hat 2008 mit seinen Mitarbeitern das gesamte Museum umgestaltet. Das Museum in der “Schüssel” war bereits viel zu klein, blieb aber erhalten und andere benachbarte Gebäude wurden der neuen Nutzung zugeführt. Das Ergebnis ist beeindruckend. Eine unterirdische Stadt aus beleuchteten “Häusern” und schwarzen Straßen die kreuz und quer die Besucher durch die Geschichte der Marke BMW führen. Akribische Detaillösungen und eine kompromislose Durchführung des architektonischen Konzeptes formen ein beispielloses Ergebnis zeitgemäßer Museumsarchitektur.

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